Als ich vor kurzem mit dem Herrn M., mit dem ich in letzter Zeit durchaus des öfteren in Karlsruhe unterwegs bin, ins Oriente unterwegs war, wurden wir völlig unvermittelt mit einem Rätsel konfrontiert:

Der KVV
ist eine Frau und ist verliebt in einen
Mann, der Frauen gar nicht leiden kann
love hurts

So war es da an einer Baugrubenabsperrungsholzwand zu lesen, in etwas ungelenken, großen Lettern, mit ebenso großen Tropfnasen von der feuchten Farbe, und absolut rätselhaft. Hinzufügen sollte man wohl noch, dass der KVV die offizielle Abkürzung für "Karlsruher Verkehrsverbund" ist und somit der Betreiber der Karlsruher Busse und Straßenbahnen.

Wer mir das sinnvoll erklären kann, bekommt mindestens einen feuchten Fuzzi von mir - wenn nicht sogar zwei.

Current mood: satt
now playing: Lee Ryan - Turn your car around (im Radio)

Also, an Sylvester war dieses Jahr mal wieder eine richtig coole Feier, meine Herren, auch wenn der Abend eigentlich deutlich weniger versprechend angefangen hatte... Aber der Reihe nach.

Also, angefangen hatte das Ganze, als meine Frau Mitbewohnerin den Vorschlag gemacht hatte, eine Sylvesterparty von Templern und Vasallen in unserer WG abzuhalten. Dann hatte ich zwei Wochen vergessen, den Roland, Chef von den Templern anzurufen und zu fragen, und dann hat der Roland anderthalb Wochen es nicht geschafft, eine Aussage diesbezüglich zu machen.

Als dann er und seine neue Holde gemeint haben, dass wir doch komplett bei Ihnen feiern sollten, waren die Vasallen zu 93% schon anderweitig verplant. Nun, aber immerhin 100% der Karlsruher Templer (sprich: der Herr M. und der Ben himself) sowie die Frau K. von den Vasallen haben daraufhin für diese Sylvesterparty zugesagt.

Und so nahm das Unheil seinen Lauf.

Der Herr M. und die Frau K. kamen dann am Samstag so um sieben zu mir, wir haben dann erst noch einen Tee getrunken und sind dann langsam losgefahren - der angekündigte Eisregen zum Wochenende war zum einen nicht so heftig ausgefallen, und hatte sich in Karlsruhe bereits am Freitag niedergeschlagen, sodass wir auch gut durchkamen.

Ja, und als wir dann ankamen, waren bereits genau 4 Leute da: der Roland, seine Holde, der mit der Zahnspange tanzt, und die mit dem mit der Zahnspange tanzt. Die Wohnung selbst war SEHR uneingerichtet - Dekoration waren ein Tisch, ein Sofa, ein Couchtisch, ein paar Stühle, und etwas anderer Kram - keine Anlage, schlechte Musik - mit genügend Leuten als Inventar hätt's sogar noch ganz gemütlich werden können, aber so war's rather painful. Nochmal später kam dann der Jäger noch hinzu, ging aber relativ bald wieder - und das war der Moment, wo der Herr M. und ich zu dem Schluss kamen, dass wir hier rausmussten.
(aso, warum's so wenig Leute waren? Irgendwie haben 25 Leute, die zuerst zugesagt hatten, anschliessend wieder abgesagt - also richtig scheisse - aber halt nix zu machen)

Die Frau K. war nicht dazu zu bewegen mitzukommen, da sie das als furchtbar schlechten Stil ansah (wo ich ihr auch insgeheim zustimmen musste - aber ich hatte echt keine Lust auf die trübe Stimmung), und so haben der Herr M. und ich uns ein Taxi bestellt, uns zum Bahnhof kutschieren lassen und haben gerade noch die Sylvesterbahn erwischt, die um 10 vor 12 am Karlsruher Marktplatz endet. Tja, und unterwegs war dann zum einen immer noch furchtbar schlechtes Gewissen und Trübsal, aber auch irgendwie Erleichterung angesagt - Erleichterung und die steigende Hoffnung, doch noch irgendeine gute Party zu finden.

Als wir dann pünktlich am Marktplatz waren, war die Stimmung noch nicht sonderlich besser geworden - schwankte immer noch zwischen Hoffnung und Gewissensgebissen - wir haben uns dann an eine Ecke gestellt und das Treiben auf dem Marktplatz mitangeschaut. War seltsam, nur dem Herrn M. zu gratulieren und nur von ihm gratuliert zu bekommen. Hm.
Wir beschlossen dann, in Richtung Europaplatz weiterzumarschieren und dort ins Oriente zu gehen, da da zu erwarten war, einige Freunde zu treffen - sprich, die übliche Oriente-Crew. Die dann auch da war, und sich auch sehr gefreut hat, uns zu sehen. :)
Um so größer meine Freude, im Oriente auch noch den "DJ Sir Leek" und zwei furchtbar liebe Ex-Kollegen von der PH zu treffen, und den HaJo, einen meiner cooleren Firmenkollegen mit seiner Frau und Freunden.

Ach ja... *g* der Rest des Abends war dann, wie man so sagt, Legende. Der Blechzong hat dann so um halb zwei das Deejayen übernommen, es waren gute Freunde da, es lief hervorragende Musik, die Cuba Libres waren sehr gut, und wir haben bis um 5 Uhr morgens noch eine richtig dicke Party gehabt.

Tja, und als ich dann den Mario (der zum Glück noch wach war) aus meinem Bett (das ja eigentlich freigegeben und dementsprechend dann untervermietet worden war) in Michis Bett verfrachtet hatte, und als ich dann in den Federn lag, dezent angetrunken und mit klingelnden Ohren...

"und er sah, dass es gut war."

current mood: etwas müde
now playing: nix

...ist ein tolles Wort. Find ich.
Und da bei uns grad seeehr wenig los ist, werd ich das hier mal voll ausleben. Nicht dass ich zu sowas neigen geschweige denn es ernstnehmen würde.

Unter anderem bin ich:

What is your French name?


Your French name is~Belle~It means 'beautiful'. You have a beautiful personality and are probably just as beautiful on the outside as you are on the inside. You are probably popular and have lots of friends. People love to be around you, for one reason or another. You love to be surrounded by people and feel involved and accepted. Although you sometimes wonder if you are accepted for who you really are...

Oh, Sie Schmeichler, Sie... ^^

What Season Are You???


Your a Fall. Your cool and sweet. You love the leaves when they fall to your feet in swirls. Also when you rake the leaves you listen to the soft rustling sound of the gentle breeze. Your calm and care-free:)

Eigentlich hab ich's nur lieber warm als heiss... Na denn.

.::=What type of Mythical Sprite are you?=::.


Fun loving, childish, innocent and pure.You are a sprite of the Air: Fun loving and childish your naive nature only enhances how truly cute you are! You may come off as too childish but only because your not burdened with all the rules and regulations of adulthood. You are carefree most of the time spending your days playing tag or naming all the clouds you see in the sky. You are generally kind to everyone because you have lots of love and happiness to share! Making friends comes easy because they strive for the innocence you possess but be careful, being as nice and kind hearted as you are people will try to manipulate your nature if they have not already. Don't ever let anyone mold you to their standards although I doubt anyone could.

Kindlich? Naiv? Ich?

What type of music are you?


Rock on, dude! You are Punk music!

Eigentlich wär ich ja lieber Rock, aber das stand glaub ich nicht zur Auswahl. Alles Ignoranten... *g*

What Hot Anime Style Vixen Are You?


Slave Vixen

Äh? Nur weil ich als meine Lieblingsfarbe Schwarz und als meine Lieblingstageszeit Nacht angegeben hab? Ja... Genau. Los, kommt und versohlt mir den Hintern, ich war ein unartiger Junge... ein sehr unartiger Junge. Hiark. *g*

Which kind of dark magic should you use?


Dreams
Ability: Dreams can tell you many things and not only the future. Druids in the ancient celtic times thought they could find out conclusions and answers through dreams. They layed down on rowan branches with a bull's hide wrapped around them and through that dreams the spirits could tell them what to do. Things changed though and many oppinions about dreams have been mixed with others. Nowadays many people want to find out what their dreams mean but can't find many people who actually have the ability to interpert them. You, my dear friend, have the pure talent to do that. You are unique in your own way.
Personality: You like new things, extraordinary things. Adventuring and exploring places are your favourite things to do. It is almost like living in your own little world. You will yet get lots to see, if you continue like this.
Best copable with: Balance

Mm-hmm. Ich mag übrigens den Comic "Sandman" sehr, sehr gerne. Insofern fühle ich mich ein kleines bischen geschmeichelt ^^

If you were a Batman villain, who would you be?


Harley Quinn -You're kooky and crazy, but loveable, and you're only doing what the boss says.

Ich mach nicht immer das, was der Boss sagt! *schmoll* Na, immerhin bin ich liebenswert und sexy. Das ist doch schon mal was. ^^

Aber, mal ehrlich... das wird jetzt langweilig. Einen schönen Abend noch, liebe Brüder und Schwestern, liebe Gemeinde...

current mood: dezent gelangweilt
now playing: Incubus - Megalomaniac

Sehr geehrte Damen und Herren Besucher,
(liebe Freunde),

der Ben himself wünscht euch eine frohe Weihnachtszeit und ein gutes & glückliches Jahr 2006.

Von Herzen.

Liebe Grüße,
Ben himself.

ist nunmehr diese Saison der Mittelaltermärkte, an denen ich aktiv teilgenommen habe. Ein bittersüßes Gefühl macht sich breit, denn einerseits war diese Saison recht anstrengend mit insgesamt 9 Märkten, und ganz besonders dem Ende zu wo wir 3 Wochenenden hintereinander unterwegs waren, und dementsprechend bin ich schon ein wenig froh dass das nun vorbei ist, und andererseits werde ich in den folgenden Wochen und Monaten wieder ziemliche Entzugserscheinungen haben. Wie es immer so ist.

Man sieht sich im nächsten Jahr.

Teil 2:

Oh, warum er Kornplotz hiess?
Nun, das weiss leider keiner so genau, aber die Leute in der Gegend behaupteten es hätte mit einer reichlich durchzechten Nacht und vielen Kornfeldern auf dem Heimweg von Kornplotz zu tun gehabt. Aber das sind sicher nur verleumderische Gerüchte. Sicher ist auf jeden Fall, dass es gar nicht so wichtig war, warum Kornplotz nun Kornplotz hiess, wenn er dann auf einmal vor (oder hinter) einem stand und mit seiner großen Pistole wedelte.

Und das tat er oft, denn Kornplotz war ein fleissiger und gewissenhafter Räuber, der sein Räuberhandwerk immer bestmöglichst auszuüben versuchte, und die Leute in der Gegend sprachen auch schon voll Anerkennung von seiner Tüchtigkeit."Also der Kornplotz, das ist schon ein Kerl! Hat mich doch letztens bei dem dicken Fichtendickicht überfallen, und ich hab's erst gemerkt, als ich seine Pistole auf einmal im linken Nasenloch hatte. Na, er weiss ja, dass bei mir nix zu holen ist, wir haben dann noch einen kleinen Schwatz gehalten und ich bin dann weiter. Aber wie der sich angeschlichen hat! Wirklich famos."

Doch Kornplotz war, trotz all seiner Tüchtigkeit, Gewissenhaftigkeit und seinem Fleiss, kein sehr erfolgreicher Räuber. Genau genommen war er sogar ein sehr unerfolgreicher Räuber und hätte eigentlich spindeldürr vor Hunger sein müssen, denn Leute die sich das Ausraubenlassen leisten konnen, gabs in seiner Gegend eher selten - also eigentlich gar keine. Dennoch gab Kornplotz nicht auf, sondern raubte weiter die armen Leute aus der Gegend aus, bei denen er es nie übers Herz brachte, ihnen etwas wegzunehmen. Und die armen Leute brachten es nie übers Herz, einfach den Kornplotz, nachdem er sich beim Überfallen so Mühe gegeben hatte, einfach so unbelohnt wieder zu verlassen, also gaben sie ihm meistens irgendetwas kleineres zu essen, vielleicht mal ein paar Mohrrüben, oder ein kleines Brot, oder ein paar Eier...

Aber Kornplotz bemühte sich auch sein Geld (oder besser: sein Essen) wert zu sein, er half manchen alten Leuten beim Holzholen im Wald, und er hatte auch schon ein paarmal wenn kleine Kinder aus dem Dorf krank waren, im Wald ein paar Kräuter gesucht, die der Medicus dringend gebraucht hatte, denn jeder hier nahm am Schicksal des anderen Anteil.

Und so hätte es eigentlich noch lange weitergehen können, beide, die Dörfler und Kornplotz, profitierten von ihrer Koexistenz. Doch im nicht allzu fernen Städtchen Bezirkshauptstadtingen kamen die Gerüchte vom Räuber Kornplotz, der so tüchtig war, der Polizeimeisterin Koprop zu Ohren. Ein Räuber, hier, in ihrem Gebiet? Das konnte nicht sein. Das durfte nicht sein. Und so schickte sie den Wachtmeister Rattelschneck los, der den gefährlichen Räuber Kornplotz fangen sollte.

Wachtmeister Rattelschneck war (neben anderen Dingen) auch ein netter Mann, doch zuallererst war er leider ein Wachtmeister. Ruhe und Ordnung waren ihm das Oberste, und das Befolgen von Gesetzen und Anweisungen kam ihm gleich nach Gottesfürchtigkeit. Und so zog der Wachtmeister Rattelschneck seine Wachtmeisteruniform und seine Wachtmeisterstiefel an, setzte seine Wachtmeistermütze auf den Kopf und setzte sich auf sein Wachtmeisterpferd, um in den großen Wald zu dem Dorf zu reiten und dort den Räuber Kornplotz zu fangen.

Hmm... das lässt sich doch schon recht gut an. :)

So ihr Leute,

mittagspausig und gutgelaunt wie ich grad bin schreib ich mal ein Mär-chen.
Das Mär-chen soll heissen "Die Mär von Kornplotz und den Hottentotten".

Warum ich das schreibe? Nun, mir war einfach grad danach, und es ist mittlerweile nun schon die zweite Mittagspause dass ich daran schreib. Die erste war vor einem dreiviertel Jahr, es geht also ein wenig langsam voran... *g*So. Also:
Teil 1:

Es war einmal ein Räuber, der hiess Kornplotz. Der wohnte in einem großen Wald irgendwo wo's viele große Wälder gab, und raubte alle aus, die durchkamen... halt nee,... die Hauptfigur muss doch ein Sympathieträger sein... Also: Er raubte nur die aus, die auch so aussahen, als ob sie sich es leisten könnten, ausgeraubt zu werden.

So, den Anfang hätten wir. Wie jetzt hier Hottentotten reinkommen, bin ich mir noch nicht ganz sicher. Aber ich fand, das gehörte irgendwie in den Titel hinein.

Hm, mal schauen wie's weitergeht. :)

Have you ever met my friend?
Her name is June
She's a solid piece of work

Brought up in a shitty little town
Which stays unknown
Still she misses home

She's done it well on her own

Here she comes
She won't be brushed aside, oh no
Here she comes
Oh, you'll know it's her
Here she comes
Here she comes

While you've been sleepin' she's been up
Since I don't know when
Never wastes her time

Once she set herself a goal
She switches mode
You'd better be on her side
You'd better be careful

Here she comes
She won't be brushed aside, oh no
Here she comes
Oh you'll know it's her
You'll know for sure
Here she comes
Here she comes

And her voices lead her on
Embrace the shadows, enjoy the sun
She's bright
She's the one

Here she comes
She won't be brushed aside, oh no
Here she comes
Oh you'll know it's her
Here she comes
Here she comes

Her Name is June
(here she comes)
Oh, you better be careful
(here she comes)
She won't be brushed aside, oh no
(here she comes)
(Kurt Nielsen - Here she comes)

Mir war grade danach. Ich hab heute Abend eine Mail bekommen, die hat dazu geführt dass ich dieses Lied rauf- und runterhören musste. Tschuldigung.

...vor mir hergeschoben, dass ich das Wochenende nicht mehr zusammenbekomme. Konkret meine ich damit das Wochenende auf dem Mittelaltermarkt in Ortenberg, wo ich bisher nur den Freitag, aber noch nicht den Samstag oder gar den Sonntag beschrieben habe.

Also, Schade aber trotzdem: Ich denke, dass die Beschreibung vom Freitag auch schon einen guten Eindruck von so einem Wochenende gibt. Und bei Gelegenheit werde ich mich auch mal wieder hinsetzen und was Nettes von einem anderen Markt schreiben.

...bin ich aus dem Wochenende zurückgekommen. Es war wieder Mittelalter-Markt, und es war wie immer. Geil.

Doch irgendetwas ist seltsam, irgendetwas ist anders als sonst. Normalerweise komme ich heim, stinkend und verschwitzt, und ärgere mich dass das Wochenende nur zweieinhalb Tage kurz ist, und wie schön dieses Wochenende war... Heute komme ich zurück, und diese Gedanken fehlen in mir. Das Glücksgefühl, das Hoch, das mir diese Wochenenden geben, ist weg.
Stattdessen bin ich nachdenklich, melancholisch, fast traurig. Als ob ich etwas verloren hätte und nicht weiss, was, oder als ob jemand gestorben wäre, und ich weiss nicht wer, oder ist etwas in mir gestorben?
Ich komme zur Tür in unsere WG herein, und auch der Herr S., mein Mitbewohner bemerkt es sofort. Was denn los sei, was denn mit mir wäre...

Ich blocke ab, schmeisse mein Zeug in mein Zimmer, setze mich vor den Rechner und mache mir etwas Musik an, eine Zigarette, denke nach: Was es wohl ist, was an diesem Wochenende anders war. Ich gehe die Stunden im langsam noch einmal durch: Morgens, ich wache auf, schnappe mir erst einmal mein Waschzeug, verschlafener aber fröhlicher Gruß in die Runde, Morgentoilette, Frühstück. Dann Arbeit, ich repariere Tims Topfhelm, der Kette am unteren Teil hat. Dann Nichtstun, rauchen, Unterhaltung, Überlegungen wie wohl die Frau K. heimkommt, dann eine Runde über den Markt, wieder Zivilklamotten, Verabschiedungen, und dann der Heimweg. Nein, bis zu diesem Moment war ich gut gelaunt, habe alles genossen, auf dem Mittelalter zu sein, die Gewissheit einander bald wiederzusehen, die Freude über eine gute Arbeit an Tims Helm.

Die Frau K., mit der ich seit einem Weihnachtsessen von einer befreundeten MA-Gruppe eine Art Wochenend-Kuschelbeziehung pflege, hatte sich am Samstagvormittag am Ellenbogen verletzt. Und heute Mittag habe ich sie mit ihrem Auto heimgefahren, stieg dann in die Straßenbahn und fuhr zu mir nach Karlsruhe. Und auf dem Weg, in der Bahn, las ich eine Erzählung von Heinrich Böll, "Das Brot der frühen Jahre". Es ist mir schon öfter so gegangen, dass Bücher, dass Geschichten, erst eine Weile in einem reifen müssen - oder ist man das selbst, der reifen muss?

Wie dem auch sei, diese Erzählung löste etwas in mir aus: Eine Melancholie, eine Nachdenklichkeit, von der ich mich in diesem Moment, wo ich diesen Eintrag schreibe, immer noch nicht ganz gelöst habe.
Und ich kam ins Nachdenken, über die Hauptperson der Erzählung, über seine Beziehungen, über sein Verlieben: Die Erzählung spielt an einem einzigen, langen Tag, vom Morgen bis zur Nacht, mit vielen Rückblicken und Erinnerungen, und mittags verliebt er sich, bedingungslos und augenblicklich, weiss nicht mehr wer er ist, weiss nur noch dass er dieses Mädchen besitzen muss, dass sie seine einzige Heilung ist, seine einzige Hoffnung, die beste Version seiner Selbst zu sein, zu werden, sieht seine vielen möglichen Zukunften und auch Vergangenheiten, und weiss, dass er sie haben muss.

Und ich? Ist es die Einsamkeit, die aus mir spricht? Neid, so etwas nie erlebt zu haben? Oder sollte ich eher froh sein?

Wenn ich mich bisher verliebte, war es eigentlich immer langsam: Ich sah ein Mädchen, eine Frau, mochte ihre Art zu Lachen, sich zu bewegen, ihre Sichtweise der Dinge, und nach und nach, mal schneller, mal langsam und beinah unmerklich, bohrte sich die Liebe zu ihr immer mehr, einem Angelhaken gleich in mich hinein, bis ich es dann irgendwann bemerkte, am Haken zappelte, bis ich dann die Wahrheit erkennen musste: Du hast dich verliebt, Ben.

Und das fehlt mir bei Frau K. Nein, ich habe mich nicht in sie verliebt. Es war eine eher schweigsame Heimfahrt, die trotzdem nicht unangenehm, sondern eher friedlich, beinahe liebevoll war. Aber als wir angekommen waren und ich bei ihr mit einem Kaffee in der Hand auf der Couch saß, und wir nur Belanglosigkeiten austauschten, mit einer merkwürdig fremden Athmosphäre zwischen uns...

Ist es also so, dass wir uns nichts zu sagen haben, was mir dann in dem Moment auffiel? Oder war es einfach nur ungewohnt, sie nicht auf einem Mittelaltermarkt zu sehen? Sondern bei ihr zu Hause zu sein? Dass mir einfach die gewohnte Umgebung fehlt, dass meine Gefühle zu ihr so sehr von der Situation abhängig sind? Und ich gebe freimütig zu, dass es vielleicht zu einem großen Teil auch an mir lag, da ich ein eher zurückhaltender Typ bin, der nicht einfach so, Smalltalk und Frohsinn verbreitend auf Leute zugeht, sondern dass ich mich eigentlich in den meisten Gelegenheiten etwas ruhiger verhalte und erst einmal die Situation, die Personen, die Lage der Dinge erfasse.

Auf jeden Fall werde ich weiterhin über dieses Gefühl in mir heute Abend nachdenken, und versuchen, mir über manche Dinge in mir selbst klarzuwerden.

Irgendwie ungewohnt da ich viel aus Instinkt und Gefühl, auch aus dem Moment heraus handle, aber ich habe auch das Gefühl, dass es mal wieder an der Zeit dafür ist.

Jetzt hab ich eine Woche lang nicht mehr gebloggt. Zu wenig Zeit gehabt. Viel zu tun gehabt. Abends genäht, und... äh... furchtbar wichtige Dinge gemacht.
Bald blogge ich wieder mehr. Wobei ich diese Woche auch noch gewaltig beschäftigt sein werde - ich bin auf unserem Distributoren-Treffen eingebunden. *freu*

Nein, wirklich: heute habe ich es mal wieder so richtig in vollen Zügen genossen, am Leben zu sein und in Karlsruhe zu wohnen leben. Irgendwann an diesem Nachmittag, so gegen fünfzehn Uhr muss das wohl gewesen sein, habe ich beschlossen mit diesem Tag noch etwas Anständiges anzufangen und in die Straßenbahn zu steigen.
Ich fahre gerne Straßenbahn. Ich steige ein, fahre durch die Stadt und andere Gegenden, schaue dabei aus dem Fenster und betrachte die Gegend und die Leute, sowohl Mitfahrer als auch Passanten, und freue mich. Dieses Hochgefühl stellt sich irgendwie nicht so sehr ein, wenn ich ins Geschäft fahre, das liegt aber eher daran dass ich dann meistens unter Zeitdruck stehe, denn bei uns in der Firma arbeiten tue ich gerne.

Heute bin ich mit der 5 gefahren, die hinten am Kühlen Krug (das ist 'ne Haltestelle) bei uns vorbeifährt. Wenn ihr mich fragt, ist die 5 die schönste innerstädtische Bahnlinie: Die einzige Tram, die noch die alten, schmalen Wagen aus den dings Jahren... äh, also diese furchtbar alten Straßenbahnen einsetzt. Innendrin stilecht Holzgestühl ungepolstert, die Heiz / Kühlanlage verkündet ihre Tätigkeit energisch und kompressormäßig im Innenraum, und das ganze Gefährt wackelt, ruckelt und quietscht, dass es eine wahre Pracht ist.

Somit bereits gut gelaunt fuhr ich zum Kongresszentrum, da ich dort hoffte etwas fotografieren zu können - 'ne Lomo hab ich zwar immer noch nicht, aber dafür mittlerweile ein Computeradapterkabel für mein Handy. Leider war der betreffende Cowboy, der meine Beute hätte werden sollen, heute nicht anwesend. Schade.

Trotzdem verzagte ich nicht, sondern schlenderte frohlockend, jubilierend und nebenher fleissig Frauenhinterteile auf Fahradsätteln taxierend in Richtung Stadtgarten / Tierpark. Ich wäre gerne reingegangen, doch selbst der rezudierte Tarif war für meine Barschaft zu hoch - so beschloss ich das Zweitbeste zu nehmen, und über die eintrittsfreie Brücke zu gehen, die in geringer Höhe über dem Stadtgarten hinwegführt.

Das war toll. Da waren Ponys, und Ziegen, und einen Pfau habe ich gesehen, und ELEFANTEN! So direkt habe ich zwei erkennen können, doch auf dem Beweisfoto links fiel mir dann hinterher noch ein dritter auf, der sich aber in dem Moment vor einer grauen Betonwand nahezu perfekt getarnt hatte. Um euch eine langwierige Suche zu ersparen, habe ich sie alle mal markiert.

Durch den Stadtpark geht auch ein Fluss Wasserlauf, der in Verbindung mit dem See steht. Dort kann man auch mit so automatisch fahrenden Bootchen durch den Park schippern. Das muss ich bei Gelegenheit mal mit irgendeiner paarungswilligen netten Dame machen. Lustig fand ich allerdings, dass ein paar dieser Bootchen entschieden Schlagseite hatten: Wer behauptet noch, Deutschlands Jugend wäre zu dick? Nein, das sind bestimmt nur Gerüchte.

Noch etwas habe ich gesehen, als ich dann nach einem kurzen Besuch beim Hauptbahnhof frisch mit Zigaretten versorgt zurückschlenderte: MINIGOLF'S NOT DEAD! Yeah!
Das ist auch so etwas, was ich mal wieder unbedingt machen muss.

Habt ihr das eigentlich schon mal gemacht, durch die eigene Stadt zu gehen wie ein Tourist und alles wie zum ersten Mal zu sehen? Das ist toll. Öffnet einem echt die Augen. Heute hat es dazu geführt, dass ich mich wieder richtig derbe in Karlsruhe verliebt habe.

Etwa eine Stunde und zwei Zigaretten später setzte ich mich dann wieder in die 5, fuhr bis zum Kühlen Krug zurück und kippte mir daheim angekommen gleich einen solchen hinter die Binde. Mit Apfelschorle. Sightseeing mach durstig.

In meiner momentanen Gemütslage verkommen die sich unter bestimmten, angenehm gerundeten Frauenhintern befindlichen Fahrradsättel irgendwie zu Phallussymbolen.

Ich muss mich über mich selbst wundern.

...als Tierfreund in alle Welt erklingen und die Vögel im Baum meinen Namen lobpreisen zu lassen *g*, habe ich mich entschlossen, einen Tiger zu adoptieren.
Jepp, einen Tiger.
Ich kam an sein Gehege und fühlte sofort eine innere Verbundenheit zu ihm, und als er mich das erste Mal in den Finger gebissen hatte, nahm ich ihn in die Arme und sagte zu Ihm: "Du sollst mein Tiger sein, und fürderhin auf den Namen Telefonmann hören." Und als er zustimmend schnurrte und mich ins Bein biss, wusste ich dass es die richtige Entscheidung war. :)


zu Telefonmann

...berücksichtigend, habe ich die eigene Stylebearbeitung nunmehr auch abgeschlossen. Wie Ihr seht, habe ich das vormals eher grüne und sandfarbene Design mit ein paar roten Highlights versehen um etwas mehr Abwechslung, Überblick und Individualität zu erzielen.Jedoch Obacht: Die ehemals grüne obere Leiste in meinem Titelbanner habe ich mit einem Bildbearbeitungsprogramm rot gemacht, da diese in das Hintergrundbild eingebunden ist.

Andere kleine Änderungen sind naherzu überall; eine klitzekleine habe ich z.B. im Kalender vorgenommen: Der aktuelle Tag wird ja immer umrahmt. Ich habe die Hintergrundfarbe etwas geändert und das Rähmchen so angepasst, dass das Datum immer zentriert angezeigt wird.

Ein sehr gutes und kostenloses Bildbearbeitungsprogramm ist z.B. der GIMP, obwohl er einiges an Eingewöhnung braucht.